Hallo ihr Lieben,

Freitag Nacht war es endlich so weit und wir bereiteten gegen 23 Uhr alles für diese ziemlich verrückte Reise vor.

Wir haben geduscht, packten Spenden in den Kofferraum, schmierten Brötchen, fuhren gegen kurz vor 2 Uhr los und holten meine Schwester Anna ab. Dann begann auch schon dieses Abenteuer.

Als wir losfuhren war ich ziemlich entspannt, denn die Kinder waren gut versorgt, doch wir haben drei Stunden vorher erfahren, dass Lisa bei ihrer Oma fiebert und so hatte ich ein ziemlich schlechtes Gewissen.

Lisas Oma würde alles dafür tun, dass Lisa sich wohlfühlt und so wie wir Lisa kennen, würde sie fiebern und den größten Teil des Tages schlafen.

Trotzdem war mir nicht ganz wohl bei der Sache, denn wir könnten nicht einfach zu ihr fahren und sie trösten.

Wir sollten ca. 6,5  Stunden fahren. Mit den vielen Pausen und dem Stop bei M1, einem sehr großen Shopping-Center wurden dann doch 8 Stunden draus (wir mussten schließlich noch den Furby besorgen).

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Nach weiteren 15 Minuten kamen wir dann bei Daniels Familie an.

Wir nahmen zuerst einige Geschenke mit, damit die Kinder nicht einen allzu großen Schock bei uns drei ganz fremden Menschen bekamen.

Alles andere blieb im Wagen.

Paulina freute sich sehr über die Barbie, das Puzzle und das Malbuch. <3

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Paulina und ich verstanden uns von Anfang an. Wir schauten gemeinsam, wie man die Barbie frisieren kann

und sie zeigte mir die schönsten Frisuren.

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Während wir uns mit der Barbie befassten, unterhielt sich Anna mit Iwona, der Mutter.

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Wir erfuhren so vieles über Daniel, das wir vorher nicht wussten.

Zum Beispiel, dass Daniels Mutter, Danielek gebadet hatte und beim Waschen etwas ganz hartes gespürt hat und die Ärztin sagte ihr, dass es nur Blähungen wären. Sie erzählte uns auch, dass bei Daniels Bettnachbarn genau das gleiche gewesen ist.

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Wir haben uns vom ersten Moment an total wohl gefühlt.

Es war schon seltsam, denn uns kam es vor, als ob wir diese Familie seit Jahren kennen würden.

Die Wohnsituation war ziemlich beengend und wir haben wieder gemerkt, was für ein Glück wir haben.

Nach der Unterhaltung haben wir erstmal die Spenden in die Wohnung gebracht.

Daniel

Ein großer Dank geht an dieser Stelle an:

Mama Selma, Mama Tanja vom Blog Tafjora – eine deutsche Familie in Frankreich, Mama Annika, Mama Farida, Mama Bella, Mama Stefanie vom Blog Notizblog von meinem kleinen Königreich, Mama Jennifer G. , Mama Sonja W., Mama Laura, Mama Marita, Mama Georgina, Mama Mashalla, Mama Elisa, Mama Tanja C., Mama Ulrike G., Mama Nina L., Jenny von MaBaKi – Für Mamis, Babys und Kinder und ihre zwei Freundinnen, Mama Tanja R., Mama Melanie B. und PIXUM.

Als die Mama die Spenden sah und die vielen Geschenke (unter anderem den Furby), war sie richtig aufgelöst und musste erstmal die Wohnung verlassen. Sie konnte einfach nicht glauben, was wir zusammen erreicht haben.

Wir fragten sie danach, wie wir noch helfen könnten und sie antwortete ganz ehrlich, dass sie jetzt keine Hilfe mehr bräuchte, denn sie hätte ja jetzt alles.

Wojtek zog sich noch zurück und wollte eigentlich kaum etwas von uns (den komischen fremden Frauen) wissen.

Paulinka zeigte uns ihr Schulheft und tanze für uns, wie eine kleine Elfe zu dem Hit von Carly Rae Jepsen – Call Me Maybe.

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Nach einer gewissen Zeit verabschiedeten wir uns, denn wir konnten nicht so lange bleiben, da wir noch einen sehr langen Rückweg vor uns hatten und in Deutschland warteten unsere Kinder auf uns.

Daniel konnten wir leider nicht sehen.

Daniels Blutwerte waren so schlecht, dass man uns nicht erlaubt hat zu kommen. Er liegt mit anderen Kindern im Zimmer und auch deren Immunsystem ist so geschwächt, dass jeder Einfluss von außen sehr viel schaden anrichten könnte.

Und das wollten wir nicht riskieren, denn Montag sollte die nächste Chemotherapie starten.

Natürlich war es sehr schade, aber es ist besser so.

Wir wollen doch alle, dass er wenigstens am Heiligen Abend nach Hause kommen darf und dafür muss er jetzt ganz stark sein! <3

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Zabrze – im Herzen Schlesiens.

Wir fuhren mit einem tollen Gefühl zurück und waren gegen 23 Uhr wieder zu Hause.

Wir haben gesagt, dass wir wieder kommen und dann bleiben wir auch länger!

Wir bedanken uns in Iwonas Namen für diese Hilfe!

Ohne euch wäre das gar nicht möglich gewesen, ohne euch würde die Familie noch so viele Sorgen haben, die jetzt einfach verblassen. 

Sie können sich jetzt ganz auf Daniel konzentrieren.

Wir wünschen euch einen schönen Sonntagabend!

Liebe Grüße, Geli & Anna