Blog – Blogger – bloggen – WERBUNG!

Hallo ihr Lieben,

als ich vor vier Jahren unseren Familienblog klein gestartet habe, hätte ich es nie für möglich gehalten, dass es teilweise so kompliziert ist und zur an den Nerven zerrenden Prozedur werden kann.

Als kleiner Hobby-Blogger schreibst du einfach drauf los und musst recht wenig beachten, sobald es etwas größer geworden ist und das Interesse von Firmen kommt, steigt die Nachfrage an Kooperationen.

Werbung auf Blogs, Instagram-Accounts und YouTube-Kanälen gehört inzwischen zu einer guten Präsentation dazu.
So wie die Milch zum Kakao, der Löffel zur Suppe oder der Deckel zum Topf.

Kaufen Firmen die eigenen Meinung?

Ich kann nur für uns/mich sprechen, weil es eben unser Blog ist.

Nein. Wir sagen immer unsere ehrliche Meinung, auch wenn wir etwas total doof finden und lehnen grundsätzlich Kooperationen ab, die nicht zu uns und euch (unseren Lesern) passen.

 

Aber warum wirst du dann bezahlt?

Es ist eine Dienstleistung.

Man wird nicht für die Meinung bezahlt, sondern für Leistungen, die man erbringt. Wie z.B. ein Journalist, wobei man Journalisten und Blogger in keiner weise vergleichen kann und sich ein Blogger niemals Journalist nennen darf (außer er ist auch einer ;)). Es sollte hier nur zeigen, dass wir fürs Schreiben bezahlt werden. Also für den Blogbeitrag.

Ein Beitrag ist nunmal nicht in 30 Minuten geschrieben.

Man muss recherchieren, den Kunden Kennenlernen, das Produkt beschreiben, eigene Fotos schießen und diese bearbeiten.

 

Was wird als Werbung gekennzeichnet?

  • Alle Beiträge, die vergütet wurden.
  • Beiträge, in denen kostenlos zur Verfügung gestellte Produkte vorgestellt werden.
  • In Zukunft aber auch alle Produkte und Services, die wir unbezahlt und ungesponsert zeigen und bewerben.

Es gibt nämlich ein neues Gesetz, was uns Blogger bzw. alle Influencer dazu verpflichtet, auch Berichte oder Empfehlungen über selbst gekaufte Dinge als Werbung zu kennzeichnen.

Die einzige Ausnahme ist, wenn man nicht dafür wirbt.

  1. Beispiel: Produkt XY gefällt mir so toll, dass ich es euch zeige und den Shop/die Marke verlinke, damit ihr auch dort einkaufen könnt.
    Diesem Beitrag muss ich kennzeichnen, auch wenn er rein auf meiner Persönlichen Meinung beruht und keinerlei Vorteil daraus entsteht!
  2. Beispiel: Produkt XY gefällt mir gut, ich zeige es euch, aber erwähne keine Firma/keinen Shop.
    Diesen Beitrag muss ich nicht kennzeichnen.

Warum machst du das nicht umsonst? Du bekommst das Produkt doch schon kostenlos. 

Es gibt auch viele Sachen, die wir hier kostenlos zeigen. Also Produkte, die wir durch Zufall mal gesehen haben und sie dann einfach zeigen.

Wir müssen ja auch von etwas leben und die laufenden Kosten decken.

Ihr würdet doch auch nicht unentgeltlich eurem Job nachkommen, oder? Im übrigen müssen wir auch die kostenlosen Produkte als Einnahmen festhalten und die dann in der Steuererklärung angeben.

Laufende Kosten?

Ja, Blogger haben laufende Kosten:

  • Wir brauchen Strom für alle elektronischen Geräte (Laptop/PC, Drucker, Handy, Kamera, Telefon).
  • Wir müssen unsere Internet- und Telefonkosten bezahlen.
  • Wir müssen unsere technischen Geräte und das Zubehör bezahlen (Foto- / Büroausrüstung).
  • Wir geben Geld für Software, Grafiken und Werbung aus.
  • Das Hosting ist übrigens auch nicht umsonst.
  • Zudem backen, kochen und basteln wir. Auch die Zutaten und Materialen müssen wir einkaufen.

 

Wieso zahlst du Geld für Werbung?

Um unsere Leser auf den neusten Beitrag hinzuweisen posten wir unsere Beiträge auf den sozialen Kanälen wie Facebook oder Instagram. Leider ist es so, dass Facebook „Links“ nicht gerne sieht und dadurch die Reichweite verringert. Damit wir alle potentiellen Leser erreichen, müssen wir eben Werbeanzeigen auf Facebook schalten.

 

Bloggen ist ein Traumjob?

Ja, manche Blogger haben es geschafft und können davon sehr gut leben.
Ich freue mich immer wieder wenn ich sehe, dass jemand davon leben kann.

Hier kommt ihr zum Beitrag und zu der Umfrage “Wie viel Geld verdienen Blogger?

Allerdings ist es so, dass man immer wissen muss, was sie dafür alles machen müssen.

Sie können nicht wirklich lange krank werden, sie dürfen keine Pause einlegen, teils kennen sie das Wort Privatsphäre nicht mehr und sie müssen immer up to date sein und sich dabei noch von der Masse abheben.

Es ist immer ein Druck dahinter. Man muss einfach immer abliefern.

Man darf dabei aber nie vergessen, dass man sich als Blogger (wenn man nicht so bekannt ist) auch nicht auf regelmäßige Einnahmen verlassen kann.
(Natürlich nicht der Fall, wenn man sich nicht vor Aufträgen retten kann.)

Die Einnahmen hängen halt immer von der Auftragslage ab und können stark schwanken: Beitrag über Aufträge für Blogger
Dafür ist man selbstständig und sein eigener Chef.

 

Ich liebe Blogs, die Menschen dahinter und ihre Geschichten.

Es sind Menschen mit ihrem Leben und keine Maschinen, die uns daran teilhaben lassen.

Also wünsche ich mir, dass sich in Zukunft etwas ändert.
Vielleicht dass die Arbeit einfach mehr geschätzt, die Werbung akzeptiert, oder eben auch einfach weggeklickt wird.

Seien wir mal ehrlich, bei Verlosungen und Gewinnspielen beschwert sich ja auch KEINER über die Werbung.
Ja, dann kommen auch alle an und finden es toll.
Das ist so, also würde man „Achtung – (Schleich)Werbung!“ ein Glas mit Cola stehen lassen und die Wespen 🐝 kriegen das mit.

 

Habt ein schönen Tag!

Geli

2017-10-21T15:41:38+00:00 21. Oktober 2017|Kategorien: Allgemein, Leben|Tags: , , |2 Kommentare

2 Kommentare

  1. lorenz_annika 22. Oktober 2017 um 17:16 Uhr - Antworten

    Sehr aufschlussreicher Beitrag.
    Selten wird das alles so erzählt.
    Vor allem die großen Blogger reden nicht darüber und finden es dann unverschämt, wenn man nachfragt. Oder sie motzen, blockieren, wenn man etwas kritisiert (z.b. ein Pordukt wurde zum 10 Mal gezeigt).

    Deine Einstellung finde ich super! :)
    LG Annika

  2. Nele E. 22. Oktober 2017 um 15:27 Uhr - Antworten

    Toller Beitrag! Ich finde es sowieso klasse, wie transparent du immer schreibst, das Thema Bloggen/Werbung usw. angehst. Das findet man leider nicht bei allen (größeren) Blogs so. Daumen hoch vor mir! Gegen Werbung an sich habe ich gar nichts. Im Gegenteil: Es ist interessant, etwas Neues/Tolles kennen zu lernen und die Erfahrungen von anderen damit zu lesen. Ein guter Mittelweg aus Blogbeiträgen und Werbung macht’s.
    LG
    Nele E.

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