Hallo ihr Lieben,

es ist schon verblüffend, wie stark sich unser Leben durch einen zusätzlichen, kleinen Menschen verändert hat.

Ich könnte jetzt schreiben, dass die Zeit an uns vorbei gerast ist und dass ich wehmütig werde, wenn ich an die Geburt unseres dritten Kindes zurück denke, aber das muss ich nicht machen. All die anderen Blogger und Instagramer machen das schon.

Versteht mich nicht falsch, ich lese solche Zeilen gern, aber oft ist es doch nur die halbe Wahrheit, oder?

Es ist nicht immer alles rosarot oder babyblau (ich sollte mich jetzt zusammenreißen, sonst werde ich vom Gender-Mainstream zerrissen), sondern manchmal auch chaotischbunt oder rabenschwarz.

Aus meiner Sicht ist jeder Neuankömmling ein Wunder oder wie manche sagen ein Geschenk Gottes.

So niedlich sie doch alle sind, anfangs noch so schläfrig und unbeholfen, umso niedlicher und lustiger wird es doch für uns Eltern erst, wenn sie mobil werden und all die tollen Dinge erkunden.

Liam hat einen Faible für Papier und Räder.
Das Papier wird selbstverständlich immer gegessen und bevor er ein Auto durch die Wohnung schiebt, werden die Räder ganz genau unter die Lupe genommen.

An den meisten Tage ist er einfach Liam. Lustig, gut gelaunt und mit einem Dauergrinsen unterwegs.
Aber es gibt auch Tage, an denen er wirklich sehr ganz anstrengend ist. Egal was gespielt, erzählt oder angeguckt wird, alles ist einfach doof.
Er schmeißt sich auf den Boden, möchte nur getragen werden und weint sofort, wenn ihm etwas nicht auf Anhieb gelingt oder er etwas nicht darf.
Im Moment ist es meine Kamera. Hochinteressant, aber unerreichbar.

Ich weiß, dass es doof ist die Kinder miteinander zu vergleichen, aber oft erwische ich mich, wie ich seinen Wortschatz mit dem anderer Kindern vergleiche. Liam kann jetzt mit einem Jahr folgende Dinge sagen:

?? Papa
?? Mama (manchmal bin ich auch Babba)
? Bagger
? Brumm
? Bumm (wenn etwas runterfällt, Autos ineinander krachen oder er gegen etwas fährt)
✔Ah (bedeutet wohl ja)
?? Da
??Das
? Meiner
? Grrr (wenn er einen Löwen oder einen Dino sieht)
??‍♂️Nei, nein (wenn er etwas nicht möchte, oder er wiederholt es, wenn ich etwas mit “Nein” verbiete)

Letzteres ist sein Lieblingswort.

“Liam, wollen wir ein Buch angucken?”
“Nei, nein!”

“Liam, wir waschen deine Hände.”
“Nei, nein!”

Liam, wir ziehen jetzt eine Jacke an und gehen dann Ata, ata.
“Nei, nein!” Gefolgt von einem lauten Schrei und dem abrupten nach hinten schmeißen.

Solche Momente liebe ich ja.
Ich ziehe ihn generell schon früher an, weil ich ja weiß, dass er oft seine “5 Sekunden” hat.
Warum hassen manche Kinder das Anziehen so sehr?

Und falls sich hier einige von euch fragen sollten, ober er schön läuft…
Nö!

Nun habe ich aber weit ausgeholt. So sollte der Beitrag gar nicht sein! Naja, jetzt steht es da und so bleibt es auch!

Worauf ich eigentlich hinaus möchte ist, dass wir hier zu fünft super glücklich, aber wir Eltern oft einfach erschöpft sind.
Ich habe mir immer geschworen, dass der Blog weiterlaufen wird, weil er eben mein Ausgleich zum Alltag ist, aber ich merke schon, dass es deutlich weniger geworden ist. Es liegt nicht an mangelnder Lust, sonder an der Zeit. Tagsüber kann ich nichts tippen und abends freue ich mich einfach darauf, mich von einer meiner Lieblingsserien berieseln zu lassen.

Erzählt doch mal, was mögen eure Kinder überhaupt nicht und für was fehlt euch oft einfach die Zeit?

Habt einen schönen Abend!
Liebe Gruß
Geli